Der ökologische Fußabdruck
Der ökologische Fußabdruck ist eine Methode, um die Summe der durch den Konsum von Waren, Energie und Dienstleistungen in einem Jahr in Anspruch genommenen Biokapazität der Erde zu messen – unabhängig davon, wo auf der Welt diese Inanspruchnahme passiert. Somit dient er als Maßstab für den globalen Flächen- und Ressourcenverbrauch (GlobalFootprintNetwork). Die Methode wurde Anfang der 90er Jahre von den Wissenschaftlern William Rees und Mathis Wackernagel entwickelt.
Ressourcen, die verbraucht werden, sind beispielsweise Holz, fossile Energieträger, Flächen für Infrastruktur und Wohnraum, Böden für den Anbau von Lebensmitteln und Fischbestände. Der ökologische Fußabdruck wird in globalen Hektar (gha) angegeben.
Die Einheit gha wird für den ökologischen Fußabdruck benutzt, um einen internationalen Vergleich zu ermöglichen. Während ein Land vielleicht besonders fruchtbare Böden und Wälder hat, ist die Geografie einer anderen Nation eher wüstenähnlich. Um einen allgemeinen Querschnitt der ganzen Welt zu erhalten, wird die benötigte Fläche mit dem globalen Durchschnittsboden berechnet.
Da die Fläche der Erde begrenzt ist, stehen mit steigender Bevölkerungszahl weniger Ressourcen für die einzelnen Individuen zur Verfügung.
Der ökologische Fußabdruck kann für ein Land, ein einzelnes Produkt oder für die gesamte Menschheit berechnet werden. Der ökologische Fußabdruck pro Kopf (2016) einzelner Länder im Vergleich zeigt, wie unterschiedlich stark die Menschen global für den Ressourcenverbrauch verantwortlich sind (GlobalFootprintNetwork):
- Demokratische Republik Kongo: 0,7 gha
- Deutschland: 4,9 gha
- Luxemburg: 15,3 gha
„Wie viele Planeten von der Qualität der Erde wären nötig, wenn alle sieben Milliarden Menschen die gleiche Ressourcenmenge verbrauchen würden wie ich?“ – genau diese Frage kann dir der ökologische Fußabdruck beantworten (meinfußabdruck).
