An- und Abreise
Flugzeug Vielen von uns ist mittlerweile bewusst, dass Fliegen die klimaschädlichste Art des Reisens ist und wir uns Gedanken über die Auswahl unseres Fortbewegungsmittel machen sollten, vor allem, wenn wir über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen.
Im Vergleich zu einer Bahn- oder Busreise entstehen beim Fliegen etwa 8-mal so viele Emissionen – unter anderem Treibhausgase, Kohlenmonoxid, Stickoxide und Partikel (Umweltbundesamt). Die Klimawirkung eines Langstreckenfluges beträgt pro Kopf für einen Flug von München nach New York und zurück ca. vier Tonnen CO2 (Berechnung mittels Atmosfair). Beim Fliegen geht es nicht nur um die direkten Emissionen, sondern um die weiteren klimaschädlichen Wirkungen, zum Beispiel durch Ozonbildung oder Kondensstreifen (Deutschlandfunk).
Auto Die CO2-Emissionen sind beim Auto etwa 5-mal höher als bei Bahn- und Busreisen (Umweltbundesamt). Die Auslastung des Autos wirkt sich natürlich auf den individuellen Fußabdruck aus – ein Auto mit 5 Personen ist klimafreundlicher unterwegs als ein Auto mit nur einer Person.
Allerdings ist der Reifenabrieb ein großes Problem. Durch die Autoreifen entsteht 1 kg Mikroplastik pro Kopf und Jahr. Das entspricht etwa 40 % der gesamten Mikroplastik-Menge pro Kopf und Jahr (statista). Insgesamt gelangen durch den Reifenabrieb in Deutschland jährlich zwischen 60.000 und 111.000 Tonnen Mikroplastik in die Umwelt (Umweltbundesamt).
Fernbus Gemessen an den CO2-Emissionen ist der Fernbus dem Auto und Flugzeug überlegen. Pro Personenkilometer verursacht der Fernlinienbus lediglich 29 g CO2. Mit dem Flugzeug sind es 230 g CO2 und mit dem Pkw immerhin noch 147 g CO2 (Umweltbundesamt). Aber auch beim Bus gibt es das Problem des Reifenabriebs.
Bahn Beim CO2-Ausstoß schneidet die Bahn am besten ab: 21 g CO2 pro Personenkilometer (Umweltbundesamt). Die Arbeitsbedingungen sind in Ordnung, Reifenabrieb gibt es nicht. Und fährt die Bahn nicht auch mit 100 % Ökostrom? Weit gefehlt. Nur etwa ein Drittel des DB-Bahnstroms stammt aus erneuerbaren Energien. Ein weiteres Drittel des DB-Bahnstroms stammt hingegen aus Stein- und Braunkohle. Die Kernenergie trägt etwa ein Sechstel zum Strommix bei (Die Bahn). Insgesamt gilt die Bahn von den bisher genannten aber als das ökologischste Fortbewegungsmittel.
Fahrrad Vielleicht nicht für alle Urlauber*innen geeignet, aber das Fahrrad hat definitiv die beste Ökobilanz! Wie dir deine erste Fahrradreise gelingt und was du in der Planung und Umsetzung beachten solltest, kannst du dir z. B. in dieser Reportage von Puls ansehen. Und falls du dir nicht vorstellen kannst, An-und Abreise mit dem Rad zu bestreiten, wäre es vielleicht eine Idee, sich zumindest am Urlaubsort selbst nur noch zu Fuß und mit dem Rad fortzubewegen.
